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Computerwissenschaftler wird neuer Direktor des FIAS - Prof. Volker Lindenstruth zum Vorstandsvorsitzenden gewählt

Frankfurt - Der Frankfurter Computerwissenschaftler Prof. Dr. Volker Lindenstruth ist zum neuen Vorstandsvorsitzenden des Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) gewählt worden. Der Stiftungsrat des Instituts, das interdisziplinäre theoretische naturwissenschaftliche Forschung betreibt, wählte außerdem den Kognitionsforscher Prof. Dr. Jochen Triesch zu seinem Stellvertreter. Prof. Lindenstruth ist bereits seit 2009 als Wissenschaftler (Fellow) am FIAS tätig, daneben hat er den Lehrstuhl für Architektur von Hochleistungsrechnern an der Goethe-Universität in Frankfurt inne. Er tritt sein neues Amt zum 1. Januar 2012 an.

In der Öffentlichkeit bekannt wurde Prof. Lindenstruth vor allem durch den energiesparenden Supercomputer LOEWE-CSC, den er am FIAS entwickelte und der jetzt für das Center for Scientific Computing (CSC) der Goethe-Universität als drittschnellster Computer Deutschlands arbeitet. LOEWE-CSC verbraucht nur etwa ein Viertel der Energie wie vergleichbar schnelle Rechner und ist durch seine Stromversorgung aus erneuerbaren Energiequellen einer der ersten CO2-neutralen Superrechner der Welt. Prof. Lindenstruth wurde dafür vor kurzem in Berlin mit dem GreenIT-Award ausgezeichnet.

"Hochleistungsrechner sind heute eine Schlüsseldisziplin für die gesamte naturwissenschaftliche Forschung, von der Hirnforschung und der theoretischen Biologie bis zur Kernphysik", unterstrich Prof. Lindenstruth nach seiner Wahl. "Ich werde daher daran arbeiten, den Weg des FIAS in der disziplinenübergreifenden Forschung weiter voranzubringen." Der Vorsitzende des Stiftungsrates, Prof. Rudolf Steinberg betonte in einer ersten Stellungnahme, er freue sich über die Wahl. Er sei überzeugt, dass Volker Lindenstruth die erfolgreiche Arbeit des FIAS mit neuen Ideen und frischer Energie vorantreiben werde. Gleichzeitig dankte er dem bisherigen Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Dirk H. Rischke, der das Institut in den letzten Jahren mit Umsicht geleitet habe.

Das FIAS wurde 2004 als Stiftung von der Goethe-Universität Frankfurt gegründet und wird seitdem in einem für Deutschland einmaligen Modell der Public-Private-Partnership finanziert durch Spenden von Firmen, Stiftungen und privaten Zuwendern sowie Projektfinanzierungen Ziel des FIAS ist die interdisziplinäre Vernetzung der Wissenschaften zur theoretischen Erforschung komplexer Strukturen, etwa im Gehirns, in den Zellen, aber auch im Inneren der Atomkerns und bei der Entstehung der Materie. Die rund 150 Wissenschaftler und Doktoranden am FIAS arbeiten eng mit anderen Forschungseinrichtungen in der Rhein-Main-Neckar-Region zusammen. Ein internationaler wissenschaftlicher Beirat berät das FIAS bei Planung und Durchführung der Forschungsarbeiten.

Weitere Informationen:

Dr. Joachim Reinhardt
Frankfurt Institut for Advanced Studies (FIAS)
Ruth-Moufang-Str. 1
60438 Frankfurt am Main
Telefon: 069-798-47866
Fax: 069-798-47611
E-Mail: fias@uni-frankfurt.de
Web: fias.uni-frankfurt.de 


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