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Frankfurter Supercomputer LOEWE-CSC festigt "grüne" Spitzenposition

Frankfurt – Der Frankfurter Supercomputer LOEWE-CSC hat seine Spitzenposition unter den energieeffizientesten Rechnern der Welt gefestigt. Nach der jetzt in den USA veröffentlichten Weltrangliste „Green500“ der umweltfreundlichsten und schnellsten Computer der Welt bleibt LOEWE-CSC der energieeffizienteste Großcomputer Europas, weltweit liegt er unter den Großrechnern auf Rang drei. Bemerkenswert ist dabei vor allem, dass unter den Top-Zehn der „Green500“-Superrechner inzwischen vier einen ähnlichen technischen Weg einschlagen wie LOEWE-CSC: Sie verwenden Grafikchips aus Grafikkarten von Personal Computern zur Beschleunigung von marktüblichen Mikroprozessoren und erreichen so Spitzengeschwindigkeiten bei geringem Energieverbrauch und bei relativ geringen Kosten. Energieeffizienz zählt heute bei den schnellsten Computern nicht nur aus Gründen des Umweltschutzes als entscheidendes Kriterium, sondern vor allem auch wegen der hohen Stromkosten. Angesichts rasant steigender Rechengeschwindigkeiten und – in herkömmlicher Technik – ähnlich schnell steigendem Stromverbrauch wäre sonst der Zeitpunkt absehbar, dass neben einen Supercomputer ein Kraftwerk gebaut werden müsste. Der schnellste Supercomputer der Welt, der K-Computer des japanischen Riken-Computerforschungszentrums in Kobe benötigt angesichts seiner Größe bereits eine elektrische Leistung von zehn Megawatt, obwohl er bei den energieeffizientesten Rechnern auf Rang sechs liegt. Die Spitzenplätze der „Green500“-Liste werden von experimentellen Prototypen und kleineren Spezialcomputern dominiert. Der energieeffizienteste Rechner, ein Prototyp des Unternehmens IBM, erreicht erstmals eine Geschwindigkeit von mehr als einer Milliarde Rechenoperationen pro Sekunde je Watt elektrischer Leistungsaufnahme. Der Frankfurter Rechner LOEWE-CSC liegt mit 740 Millionen Rechenopperationen weltweit unter allen Rechnern auf Rang zehn. Insgesamt ist die Rechengeschwindigkeit der „grünen“ Supercomputer allein im letzten halben Jahr durchschnittlich um mehr als 10 Prozent gestiegen. Rechner, die wie der Frankfurter LOEWE-CSC Beschleunigerchips einsetzen, konnten sogar um über zwanzig Prozent zulegen. Der Frankfurter Supercomputer LOEWE-CSC wurde am FIAS entwickelt und im November 2010 am Center for Scientific Computing (CSC) der Goethe-Universität installiert. Seit Inbetriebnahme ist er der energieeffizienteste Großcomputer Europas und dient als Rechner für eine breite Skala von Aufgaben aus der Grundlagenforschung, wie Kern- und Atomphysik, Umwelt, Klimawandel und Biodiversität, zur Chemie riesiger Moleküle und zur Hirnforschung. LOEWE-CSC ist der zweitschnellste Computer in Deutschland. Durch seine besondere Architektur benötigt er nur etwa ein Drittel der Investitionskosten von vergleichbar schnellen Rechnern, die Betriebskosten liegen durch die energiesparende Technik bei etwa einem Viertel.

Weitere Informationen:

Prof. Volker Lindenstruth
Frankfurt Institut for Advanced Studies (FIAS)
Ruth-Moufang-Str. 1
60438 Frankfurt am Main
Telefon: +49-69-798 44100
E-Mail: volicompengde

 

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Reiner Korbmann
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