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Frankfurter Superrechner-Technologie passt auf jeden Schreibtisch - Weltrekord für französische Workstation durch LOEWE-CSC-Energiespartechnik

Frankfurt - Von der weltweit einmaligen, umweltfreundlichen Technologie des Frankfurter Supercomputers LOEWE-CSC profitieren jetzt auch kleine Arbeitsplatzcomputer: Eine Workstation des französischen Unternehmens Splitted-Desktop Systems (SDS) – nicht größer als drei Aktenordner – hat mit Unterstützung der Goethe-Universität Frankfurt und des Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) einen Energiespar-Weltrekord aufgestellt. Bei der in Hamburg stattfindenden Internationalen Supercomputer-Konferenz gab das Unternehmen bekannt, dass seine Workstation eine Geschwindigkeit von 1,12 Milliarden Rechenoperationen in der Sekunde pro Watt elektrischer Leistungsaufnahme (Gflops/W) erzielt hat – eine Leistung, die bisher mit Spezialchips nur die sparsamsten Großcomputer der "grünen" Weltrangliste "Green500" erreicht haben.

"Durch mehr als ein Gigaflops pro Watt konnten wir auch demonstrieren, wie wichtig Spitzentechnologien, die für wissenschaftliche Aufgaben entwickelt wurden, auch für die breite Anwendung sind", kommentierte SDS-Präsident Jean-Marie Verdun das Ergebnis. Der energieeffiziente neue Arbeitsplatzcomputer wurde von SDS in einem gemeinsamen Projekt mit der Goethe-Universität, dem FIAS, dem amerikanischen Chiphersteller AMD und der französischen Energieforschungsbehörde CEA entwickelt. Vor allem ging es darum, Grafikkarten nicht nur für die Darstellung am Bildschirm, sondern für allgemeine Rechenarbeiten einzusetzen, um so ohne Einsatz von teuren Spezialchips höchste Rechenleistungen zu erzielen. Die benötigten Algorithmen für den international als Standard geltenden Geschwindigkeitsvergleich wurden von LOEWE-CSC übernommen und in Kooperation von FIAS und SDS für die Workstation angepasst.

"Loewe-CSC belegt im weltweiten Ranking der energieeffizientesten Computer einen Spitzenplatz, es ist der zweitschnellste Rechner Deutschlands", unterstrich der Frankfurter Computerwissenschaftler Prof. Volker Lindenstruth. "Ziel unserer Arbeiten ist es nicht nur, komplexe wissenschaftliche Aufgaben durchzuführen, sondern die Technologie auch in der ganzen Breite voranzubringen. Wir sind stolz, dies mit der neuen SDS-Workstation bereits nach einem halben Jahr Betrieb von LOEWE-CSC geschafft zu haben."

Der Frankfurter Supercomputer LOEWE-CSC wurde am FIAS entwickelt und läuft am Center for Scientific Computing (CSC) der Goethe-Universität. Er ist seit November 2010 der energieeffizienteste Großcomputer Europas und dient als Rechner für Aufgaben der Grundlagenforschung, wie Kern- und Atomphysik, zu Umwelt, Klimawandel und Biodiversität, zur Chemie riesiger Moleküle und zur Hirnforschung. LOEWE-CSC ist der zweitschnellste Computer in Deutschland. Durch seine besondere Architektur benötigte er etwa ein Drittel der Investitionskosten von vergleichbar schnellen Rechnern, die Betriebskosten liegen durch die energiesparende Technik bei etwa einem Viertel.

Weitere Informationen:

Prof. Volker Lindenstruth
Frankfurt Institut for Advanced Studies (FIAS)
Ruth-Moufang-Str. 1
60438 Frankfurt am Main
Telefon: +49-69-798 44100
E-Mail: volicompengde

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Reiner Korbmann
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