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Verlässliche Stromnetze für die Zukunft

Wissenschaftler diskutieren mit Firmen und Netzbetreibern 

 

Am 22. und 23. November treffen sich die Partner des CoNDyNet (Collective Nonlinear Dynamics of Complex Electricity Grids) Projektes mit Firmen und Netzbetreibern um zu diskutieren, wie eine nachhaltige Stabilität der Stromnetze, unter immer größer werdenden Anteilen von erneuerbaren Energien, erreicht werden kann. Denn gerade bei Sonnen- und Windenergie schwanken die in das Stromnetz eingespeisten Strommengen quasi im Minuten-Takt. 

 

Alle Bereiche unserer Gesellschaft sind heutzutage auf eine verlässliche Stromversorgung und damit eine stabile Verteilung elektrischer Energie angewiesen. Da konventionelle Energieversorgungssysteme zentral organisiert sind und auch weitgehend zentral kontrolliert werden, stehen sie durch den Umbau der Stromerzeugung, hin zu einem höheren Anteil von erneuerbaren Energien, vor großen Herausforderungen.

Erneuerbare Energien werden meistens an vielen kleinen, oft stark verbreiteten, Quellen erzeugt. Im Gegensatz dazu kommen konventionell erzeugte Energien in der Regel aus Großanlagen. Zusätzlich unterliegen gerade Sonnen- und Windenergie Schwankungen, die nur eingeschränkt vorhersagbar sind. Langfristig benötigen wir also eine systemübergreifende Betrachtung der kollektiven Dynamik des Stromnetzes, unter Berücksichtigung von Fluktuationen. Im Workshop werden akademische Forscher zusammen mit Vertretern der Industrie zusammengebracht, um Erfahrungen auszutauschen und die Herausforderung im Detail zu besprechen.

Hersteller wie ABB und Siemens und die Übertragungs-Netzbetreiber TenneT und TransnetBW sowie weitere Industriepartner treffen im Rahmen des Workshops Wissenschaftler aus ganz Deutschland. In Kooperation mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, dem Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen, der Jacobs University Bremen und dem Forschungszentrum Jülich arbeiten Wissenschaftler des FIAS im Verbundprojekt „CoNDyNet“ daran, grundlegende Kriterien zur Stabilität, Ausfallsicherheit, Risiken und Marktanbindung zukunftsfähiger Stromnetze, zu definieren. Die umfassende Versorgung mittels erneuerbarer Energiequellen im gesamten europäischen Raum steht dabei im Fokus.

Hierzu entwickeln die Wissenschaftler mathematische Methoden, erweitern Resultate der Nichtlinearen Dynamik und der Statistischen Physik, kombinieren diese mit Modelluntersuchungen und Simulationsstudien der Elektrotechnik und untersuchen kritische Netzzustände, Risiko-Szenarien und Optimierungsoptionen. Schließlich ergründen sie die Umsetzungsmöglichkeiten ihrer Ergebnisse für eine effiziente Netzausbauplanung und robuste Netzkontrolle auch in Zusammenarbeit mit angewandten Forschungseinrichtungen und Industriepartnern.

 

Weitere Informationen und Kontakt:

Kontakt:
Frankfurt Institute of Advanced Studies, Ruth-Moufang-Straße 1, 60438 Frankfurt am Main. 

Tel: (069) 798- 47688pressefias.uni-frankfurtde

 

Das Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) ist eine überdisziplinäre Forschungsinstitution zur theoretischen Erforschung von komplexen Strukturen in der Natur, die von der Goethe-Universität Frankfurt gegründet wurde und von öffentlichen Geldgebern, Stiftungen und Privatpersonen finanziert wird. Im Mittelpunkt der Arbeiten stehen Grundlagenforschung in den Gebieten Hirnforschung, Biowissenschaften, Systemische Risken, Computerwissenschaften, Chemie und Physik. www.fias.uni-frankfurt.de


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