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Pressemitteilung der Goethe-Universität: 7,5 Millionen Euro für Goethe-Hochleistungsrechner

DFG fördert wirtschaftlich und ökonomisch effizienten Supercomputer im Industriepark Höchst

FRANKFURT. Der neue Goethe-Hochleistungsrechner wird den 2011 in Betrieb genommenen LOEWE-CSC ablösen, denn inzwischen hat sich Bedarf an Rechenzeit mehr als verdoppelt. Über das Hessische Kompetenzzentrum für Hochleistungsrechnen (HKHLR) können auch andere hessische Hochschulen den Supercomputer nutzen. Der Wissenschaftsrat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Vorhaben mit insgesamt 7,5 Millionen Euro.

 

„Mit dem Höchstleistungsrechner GOETHE-HRL knüpft die Goethe-Universität an ihre Green IT-Erfolgsgeschichte an, die Ende 2010 mit dem LOEWE-CSC begann. Dem Team um Rechnerarchitekten Volker Lindenstruth ist es gelungen, das vom ihm entwickelte, innovative Konstruktionsprinzip weiterzuentwickeln, das hohe Energieeinsparungen mit stark gestiegener Leistungsfähigkeit verbindet. Dank dieser besonderen Eigenschaften ist der GOETHE-HRL auch für unsere Bewerbungen ihm Rahmen der Exzellenzstrategie nützlich“, so Universitätspräsidentin Prof. Birgitta Wolff.

 

Besonders junge Forscherinnen und Forscher, die zu Beginn ihrer Laufbahn noch nicht über eigene Fördergelder und Rechenzeitkontingente verfügen, sollen bevorzugt von der kostenlosen Rechenzeit profitieren. Bisher wurden Anträge auf Rechenzeit nur aus Hessen angenommen. Zukünftig sollen aber 25 Prozent der verfügbaren Rechenzeit an wissenschaftliche Antragsteller aus dem gesamten Bundesgebiet vergeben werden.

 

Hauptnutzer des GOETHE-HLR werden an der Goethe-Universität die naturwissenschaftlichen Fachbereiche sowie die angeschlossenen Institute FIAS (Frankfurt Institute for Advanced Studies) und das BMLS (Buchmann Institut für Molekulare Lebenswissenschaften) sein. Zu deren Forschungsschwerpunkten gehört die Modellierung von lebenden Systemen, Ökosystemen und der Klimadynamik, Simulationen in der Kern- und Teilchenphysik sowie der relativistischen Astrophysik, Materialwissenschaften, die Entwicklung hocheffizienter Algorithmen und Verfahren sowie die Green-IT.

 

„Durch ihre Infrastruktur an Hochleistungsrechnern konnte die Goethe-Universität in den vergangen Jahren hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gewinnen und mehr als 60 Millionen Euro an Drittmitteln einwerben“, verdeutlicht Vizepräsident Prof. Enrico Schleiff die Bedeutung des neuen Supercomputers für die Goethe-Universität.

 

Der Goethe-Hochleistungsrechner (GOETHE-HLR) wird prinzipiell ähnlich aufgebaut sein wie der LOEWE-CSC, aber wesentlich leistungsfähiger. Geplant sind zwei miteinander verbundene Inseln. Die eine wird mit Prozessoren (CPUs) ausgestattet sein und die andere mit Parallelrechnern auf der Basis handelsüblicher Grafikkarten. Die verschiedenen Rechner werden mit einem Hochgeschwindigkeitsnetzwerk verbunden. Verantwortlich für die Rechnerarchitektur sind Prof. Volker Lindenstruth und Prof. Hans Jürgen Lüdde, deren Supercomputer bereits mehrfach Spitzenpositionen in internationalen Rankings für Rechenleistung und Energieeffizienz erzielten.

 

Errichtet wird der Rechner im Rechenzentrum des LOEWE-CSC im Industriepark Höchst, dessen Eigner, die Firma Infraserv, für die Energieversorgung des Rechenzentrums verantwortlich ist. Die an der Goethe-Universität entwickelte Architektur des Rechenzentrums wurde für ihre Energieeffizienz mehrfach ausgezeichnet und an verschiedenen Orten in Industrie und Forschung nachgebaut. So benötigt das Rechenzentrum für die Kühlung nur sieben Prozent der Gesamtenergieaufnahme. Ein kosteneffizienter Betrieb wird durch den im Industriepark erzeugten CO2-neutralen Strom gewährleistet sowie durch eine spezielle Infrastruktur für die Kühlung.

 

Information: Prof. Volker Lindenstruth, Frankfurt Institute for Avanced Studies, Campus Riedberg, Tel.: (069) 798-44101, volicompengde

 

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Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 1914 mit privaten Mitteln überwiegend jüdischer Stifter gegründet, hat sie seitdem Pionierleistungen erbracht auf den Feldern der Sozial-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften, Medizin, Quantenphysik, Hirnforschung und Arbeitsrecht. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein hohes Maß an Selbstverantwortung. Heute ist sie eine der zehn drittmittelstärksten und drei größten Universitäten Deutschlands mit drei Exzellenzclustern in Medizin, Lebenswissenschaften sowie Geistes- und Sozialwissenschaften. Zusammen mit der Technischen Universität Darmstadt und der Universität Mainz ist sie Partner der länderübergreifenden strategischen Universitätsallianz Rhein-Main. Internet: www.uni-frankfurt.de

 

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